Superfoods

Matcha - Grün, gesund, grandios: Der Power-Tee unter der Lupe!

Matcha macht munter! Das wissen die Asiaten schon seit Jahrhunderten. Höchste Zeit für Vetox, die Probe aufs Exempel zu machen.

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Adobe Stock © Africa Studio

Cheesecake, Cookies, Smoothies – und sogar Eiscreme. Vor dem Tee Matcha ist fast nichts mehr sicher. In den USA ist etwa Latte aus dem grell-grünen Pulver mittlerweile Teil des Angebots in vielen Fastfood-Restaurants.

Dabei ist Matchapulver eigentlich nichts Neues. Die Asiaten kannten Pulver aus Grüntee schon zu Zeiten der sogenannten Tang-Dynastie um das Jahr 900. Worauf haben wir dann eigentlich so lange gewartet? Immerhin enthält das Power-Pulver 137-mal mehr Antioxidantien als normaler Grüntee. Say, what?!

Was hat es mit Matcha genau auf sich? Wie kannst Du es zubereiten? Und welche gesundheitlichen Vorteile bringt Dir das Pulver? Das haben wir bei Vetox mal genauer unter die Lupe genommen.

Wieso zählt Matcha-Tee zu den Superfoods?

Warum sich der Aufwand lohnt und was Matcha so einzigartig macht, beweisen zahlreiche Studien. Wissenschaftler haben inzwischen herausgefunden:

Das Pulver Matcha

  • enthält 137-mal mehr Antioxidantien als regulärer Grüntee
  • wirkt durch die enthaltenen Catechine krebsvorbeugend
  • verbessert Gehirnfunktionen durch seinen Koffeingehalt
  • ist reich an Theanin, das den Koffeingehalt ausbalanciert und für Entspannung sorgt
  • hilft nachweislich dabei, Körpergewicht zu verlieren

Weil wir bei Vetox immer alles noch ein bisschen genauer wissen wollen, haben wir für Dich intensiv nachgelesen. Und präsentieren Dir die wichtigsten Erkenntnisse deshalb jetzt ausführlicher.

So kannst Du Matcha von Grüntee unterscheiden!

Um es ganz kurz zu machen: Jeder Matcha ist ein Grüntee, aber das gilt nicht umgekehrt. Eigentlich besteht das japanische Pulver nämlich aus Grüntee-Blättern der Pflanze Camellia sinensis, wie jeder andere Grüntee eben. Doch schon beim Anbau gibt es Unterschiede der Teesorte zu „normalem“ Grüntee. Soll aus den Pflanzen später Matcha hergestellt werden, werden diese drei bis vier Wochen vor der Ernte beschattet.

Die Teebauern in Japan decken die Teepflanzen und Teeblätter dabei ab und schützen sie so vor direkter Sonneneinstrahlung. Und das aus gutem Grund. Durch das Beschatten verlangsamt sich das Pflanzenwachstum, gleichzeitig erhöhen sich die Chlorophyll-Level. Das satte Grün entsteht. Außerdem kann die Teepflanze so mehr Koffein und Theanin (eine Aminosäure) produzieren – was das daraus gewonnene Pulver so potent macht. Dazu später mehr. Denn zuerst beleuchten wir kurz, wie es nach der Ernte mit den Teeblättern weitergeht, damit Matcha-Pulver entsteht.

Wie entsteht das Matcha als Pulver?

Die asiatischen Teebauern haben ein besonderes Verfahren zur Weiterverarbeitung entwickelt. Sie trocknen in einem ersten Schritt die Blätter, die dann „Tencha“ genannt werden.

Anschließend entfernen sie in einem arbeitsintensiven Prozess Blattadern und -stängel des Tencha. An diesem Punkt erledigt die Steinmühle alles Weitere: Spezielle Granitmühlen vermahlen den Tencha schließlich zu Matcha-Pulver. Du siehst, das Ganze ist ziemlich aufwendig.

3 gute Argumente, warum Matcha-Tee Deinem Körper hilft

Matcha bietet als Teesorte viele Vorteile. Diese 3 Gründe sind besonders relevant: Schutz vor freien Radikalen, die Kombination aus Koffein und Theanin sowie die Möglichkeit auf gesunde und nachhaltige Weise Gewicht zu reduzieren.

Matcha-Vorteil Nr.1: So schützen Dich Antioxidantien vor freien Radikalen!

Eine 2003 veröffentlichte Studie der Wissenschaftler Weiss und Anderton konnte nachweisen: Der Gehalt des Catechins Epigallocatechin Gallat (EGCG) in Matcha-Tee ist 137-mal höher, als in regulärem Grüntee. Catechine gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und wirken als natürliche Antioxidantien.

Das heißt, sie helfen dabei, Deinen Körper vor den negativen Einflüssen freier Radikale zu schützen. Ernährst Du Dich gesund und nimmst Lebensmittel zu Dir, die reich an solchen natürlichen Antioxidantien sind, ist das gut für Dich. Du beugst so nachweislich Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und senkst Dein Krebsrisiko. Befürworter einer bewussten vegetarischen oder veganen Ernährung propagieren das schon lange.

Die positive Wirkung einer Zufuhr von Antioxidantien über die Nahrung und ihr Potential zur Vorbeugung chronischer Krankheiten ist bewiesen. Sie wurde bereits im International Journal of Biomedical Science 2008 beschrieben.

Und das ist noch lange nicht alles. In unterschiedlichen Labor- und Tierversuchen zeigten verschiedene Gruppen von Wissenschaftlern die Effektivität von Epigallocatechin Gallat (EGCG) gegen Prostata-, Lungen-, Leber- und Hautkrebs. Gut, dass davon besonders viel in Matcha-Tee enthalten ist: Über 60% der Catechine des Tees sind EGCGs.

Matcha-Vorteil Nr.2: Warum dich die Kombi Koffein und Theanin unbesiegbar macht!

Jetzt zum Koffein. Dass der Tee aus dem grünen Pulver munter macht, ist ein weiteres seiner Merkmale. Eine 2017 im Food Research International veröffentlichte Studie beweist: Der Konsum von Matcha-Tee verbesserte bei den Versuchsteilnehmern sowohl die Gedächtnisleistung, als auch die Aufmerksamkeit im Vergleich zu den Konsumenten des Placebo.

An dieser Stelle kommt eine weitere Besonderheit des Matcha-Tees ins Spiel. Gegen die negativen Effekte von Koffein enthält er die seltene Aminosäure Theanin. Genauer gesagt, vier- bis fünfmal mehr davon, als in anderen Grün- und Schwarzteesorten. Theanin verändert die Wirkung des Koffeins und vermeidet unerwünschte Nebenwirkungen, so eine 2015 veröffentliche Studie der Wissenschaftler Kennedy und Haskell-Ramsay.

Dabei wirkt Theanin direkt auf das menschliche Gehirn, da die Aminosäure dort den Anteil sogenannter Alpha-Wellen verstärkt. Und ein hoher Anteil von Alpha-Wellen bewirkt in unserem Kopf vor allem entspannte Wachheit. Quasi das genaue Gegenteil von Stress. Das konnten die Forscher Nobre, Rao und Owen 2008 im Asia Pacific Journal of Clinical Nutrition nachweisen.

Matcha-Vorteil Nr.3: So hilft Dir das grüne Pulver beim Abnehmen

Wer abnehmen will, muss langfristig mehr Kalorien verbrennen. Klingt erstmal super easy, oder? Mit Matchapulver scheint es das tatsächlich auch zu sein. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des American Journal of Clinical Nutrition konnte aufzeigen: Der Genuss von Matcha-Tee kann die körpereigene Verbrennung von Kalorien (die sogenannte Thermogenesis) um das Vierfache erhöhen! Genauer gesagt wiesen die Forscher eine Steigerung  des Grundumsatzes von etwa 8 bis 10% auf bis zu 35 bis 43% nach!

Matchapulver ist damit eine sichere Alternative zu chemisch-erzeugten „Wundermitteln“ aus der Abnehm-Industrie. Die Hersteller einiger Supplemente schwören übrigens schon lange auf Grüntee-Extrakt. Bewiesenermaßen regt dieser den Stoffwechseln an, was dem Körper hilft Fett zu verbrennen. Im schon zitierten American Journal of Clinical Nutrition konnten Venables und Jeukendrup eine Erhöhung der Fettverbrennung um 17% nachweisen. Die Probanden hatten moderate Übungen (wie Fahrradfahren) absolviert und Grüntee-Extrakt in Kapselform zu sich genommen.

Da Matcha-Tee bewiesenermaßen 10-mal so potent ist wie andere Grüntee-Sorten, lassen sich diese Ergebnisse höchstwahrscheinlich auf das smaragd-grüne Pulver übertragen.

Tipp: Mit Matchapulver schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe. Es regt nicht nur den Stoffwechsel an, sondern hilft auch bei der Fettverbrennung!

Wie bei vielen guten Dingen, solltest Du aber auch mit Matcha-Tee nicht übertreiben. Ernährungswissenschaftler empfehlen, maximal zwei Tassen am Tag zu trinken. Sonst kann das enthaltene Koffein zu Nebenwirkungen wie Schwindel, Durchfall oder Kopfschmerzen führen. Ebenfalls wichtig: Matcha nicht auf leeren Magen trinken, da dies Magenschmerzen auslösen kann.

Wie verwende ich Matcha?

Das japanische Pulver verdient unserer Meinung nach definitiv den Titel Superfood. Die Frage lautet, auf welche Weise Du Matcha-Tee am besten zubereitest. Unser Tipp: Schon die Zubereitung ist ein Ritual, das Du mit allen Sinnen genießen kannst!

Chinesische Mönche brachten die Tee-Zeremonie und das Teepulver ursprünglich nach Japan, wo es zwischen dem 14. Und 16. Jahrhundert immer beliebter wurde. Für die heute bekannte Methode nach dem Vorbild der japanischen Tee-Tradition brauchst Du:

  • eine Teeschale (oder eine kleine hitzebeständige Schüssel)
  • ein kleines Sieb
  • einen Bambus-Schneebesen
  • einen (Holz-)löffel

Und natürlich heißes Wasser und Matchapulver!

Das sieht zwar nach vielen Utensilien aus, aber die Zubereitung ist wirklich easy-peasy. Eigentlich tust Du nichts weiter, als Pulver mit Wasser zu vermischen. Es kommt mehr auf das Drumherum an. Wenn Du Dir dafür bewusst Zeit nimmst, spürst du den beruhigenden Effekt schon vor dem ersten Schluck.

Ruhig? Relaxed? Gut, let’s go!

  1. Siebe 1-2 Teelöffel feinstes Matchapulver mit dem kleinen Löffel durch das Sieb in die Teeschale.
  2. Füge 60 bis 80 Milliliter heißes (nicht kochendes!) Wasser hinzu.
  3. Mit dem Bambus-Schneebesen rührst Du nun mit einer Zick-Zack-Bewegung um, bis die Oberfläche des Tees schaumig ist.

Das war’s schon. Wir haben ja gesagt, no-brainer.

Mit diesem Trick gelingt Dir die Matcha-Zubereitung auch ohne Tee-Set

Du hast keine Lust, Geld für ein Matcha-Teeset auszugeben? Können wir verstehen. Deswegen haben wir eine Lösung für alle, die Matcha-Tee ohne ein solches Set zu bereiten möchten. Für diese Methode benötigst Du:

  • etwa 2-3 Esslöffel stilles Trinkwasser (Raumtemperatur)
  • ein Glas mit Deckel (z.B. ein altes Marmeladenglas)
  • heißes, nicht kochendes Wasser zum Aufgießen
  • eine Teetasse

Bei dieser Zubereitungsart gibst Du Dein Matchapulver zuerst in das verschließbare Glas und fügst das stille Trinkwasser hinzu. Es ist wichtig, dass dieses Raumtemperatur hat, da sonst kleine Klümpchen entstehen können. Schraube den Deckel fest zu. Und jetzt: Shake it, baby!

Schon nach einigen Sekunden hat sich der gewünschte Schaum gebildet. Nun gießt Du den gesamten Inhalt in Deine Teetasse und füllst das Ganze mit dem heißen Wasser auf - fertig ist die improvisierte Teezeremonie.

Tipp: Achte bei beiden Zubereitungsmethoden darauf, dass Du kein kochendes Wasser verwendest. Sonst kann es passieren, dass Dein Tee fischig schmeckt.

Keine Lust auf Tee?

Es gibt im Netz unzählige kreative Rezeptideen, die Du mit Matchapulver ausprobieren kannst. Aber nicht alle davon sind wirklich gesund oder eignen sich beispielweise für eine vegane Ernährung. In unserem Vetox-Mitgliederbereich bekommst Du exklusive Rezepte und Tipps für Deinen gesunden Lifestyle. Von uns geschmacks- und nährstofferprobt und für gut befunden. Kleiner Vorgeschmack gefällig?

Für eine Heiße Schokolade mit Matcha benötigst Du:

  • Matcha-Tee aus 2 Teelöffeln Pulver und 50 Millilitern Wasser
  • 200 Milliliter heiße Kokosmilch und
  • 1 Teelöffel veganes Kakaopulver oder vegane Schokolade
  • Honig

So geht’s: Alle Zutaten vermischen, fertig! Übrigens: Mit einem elektrischen Milchaufschäumer wird’s extra-fancy. Noch mehr köstliche Rezepte findest Du in der Vetox-Rezeptsammlung.

Vorsicht vor Arsen: Warum beim Matcha-Kauf nur Bio in Frage kommt!

Du kannst es kaum erwarten, Dir eine Ladung feinstes Matchapulver zuzulegen, um Körper und Seele etwas Gutes zu tun? Es gibt eine ganze Reihe von Anbietern, die das beliebte Pulver an den Mann (oder die Frau) bringen wollen. Gerade deshalb ist Vorsicht angebracht.

Schwarz- und Grüntee, sowie Kräuteraufgüsse können Pestizide und sogar Arsen enthalten, wenn sie nicht kontrolliert biologisch angebaut wurden. In einer 2014 durchgeführten Untersuchung konnte eine Gruppe von Wissenschaftlern um Starska und Strezelecka nachweisen: Einige der Grüntee-Samples waren signifikant mit Arsen verunreinigt. In einer früheren Studie aus dem Magazin Reviews of Environmental Contamination and Toxicology zeigen die Autoren Manteiga und Park, dass die Pestizidbelastung durch Kräuteraufgüsse ein reales Problem darstellt.

Beim Matchakauf ist es daher wichtig, auf reines Pulver aus zertifiziert biologischem Anbau zu achten. Teebauern verzichten bei der Herstellung von Bio-Matcha auf den Einsatz von chemischen Düngemitteln oder Pestiziden.

Die feinen Unterschiede bei Matchapulver

Organic, kontrollierter Anbau und ein renommierter Anbieter sind die ersten Kriterien für die Wahl des richtigen Produkts. Außerdem hat Matcha-Tee im Allgemeinen einen niedrigen CO2-Foodprint. Die Produktion von einem Kilogramm Matcha-Pulver setzt etwa 1,9 Kilogramm CO2 frei. Das ist die gleiche Menge, die durch eine Autofahrt von 7,25 Kilometern ausgestoßen wird.

Das Pulver selbst gibt es in unterschiedlichen Variationen. Hier ein kurzer Überblick:

Die höchste Konzentration an Aminosäuren weist dabei das Pulver der Zeremonie-Qualität auf. Deshalb unterscheidet es sich preislich leicht von den anderen Sorten. Wenn Du lieber mit Matchapulver kochen oder tolle Desserts kreieren möchtest, reicht Dir ein Pulver der Koch-Qualität definitiv aus.

Der Geschmack ist hier zwar etwas bitterer, als bei den anderen Sorten – doch die Anschaffung ist schonender für den Geldbeutel. Fügst Du Deinen Matcha-Kreationen Süßungsmittel zu oder kochst in Deinen Rezepten mit Gewürzen schmeckst Du den Unterschied ohnehin nicht intensiv heraus.

Unser Vetox Urteil

Matchapulver…

  • ist ein seit Jahrhunderten bewährtes Superfood
  • wirkt krebsvorbeugend, macht munter und senkt Stresslevel
  •  ist aufgegossen zehnmal so potent wie normaler Grüntee
  • kannst Du als Tee einfach und schnell zuhause zubereiten
  • ist die Basis vieler abwechslungsreicher Detox-Rezepte
  • Regt den Stoffwechsel an und hilft so beim Abnehmen!

Wir bei Vetox sind der Meinung, die Wiederentdeckung des Matcha als Tee hat den Hype verdient. Zahlreiche Studien beweisen die gesundheitsfördernde Wirkung des feinen Pulvers. Wenn Dir der Geschmack von Matcha als Tee nicht zusagt, kannst Du das potente Pülverchen in verschiedensten süßen oder herzhaften Rezepten einsetzen (schau‘ doch mal in unserer Rezeptdatenbank vorbei) und bekommst so trotzdem die volle Ladung der enthaltenen Nährstoffe.

Willst Du abnehmen? Oder liegt Dir einfach viel daran, Deinen Körper mit hochwertiger Nahrung zu versorgen, um Dich innen und außen gut zu fühlen? In beiden Fällen solltest Du Matcha-Tee dringend mal ausprobieren. Das geht mit unserem Zubereitungstipp auch ohne spezielles Tee-Set.

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