Superfoods

Wunderpflanze Maca? Was die Wissenschaft dazu sagt!

Maca ist mega! Die Pflanze aus Peru kann mehr als Fruchtbarkeit und körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Glaubst Du nicht?

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Adobe Stock © vainillaychile

Für Maca läuft’s gerade ziemlich gut. Wer hätte gedacht, dass die reife Lady noch einmal ein solches Revival erlebt? Tatsache ist, südamerikanische Farmer kultivierten die Knolle schon vor 3.000 Jahren. Und sie wussten auch genau warum. Forschungen zeigen, dass die Wurzel nachweislich die Potenz und Libido, also die körperliche Lust steigert - sie gilt als ein wahres Aphrodisiakum. Ein besseres Gedächtnis, einen besseren Muskelaufbau durch die enthaltenen Proteine und gute Laune liefert die Peruanerin Dir erwiesenermaßen auch. Aber jetzt erst einmal der Reihe nach.

Was ist Maca überhaupt?

Die Pflanze mit dem botanischen Namen Lepidium meyenii ist eine waschechte Südamerikanerin. Die Geschichte von Lepidium meyenii beginnt in der Ökoregion Puna der Anden, mehr als 3.500 Meter über dem Meeresspiegel. Diese Region erstreckt sich nicht nur über das heutige Peru, sondern auch über Teile Argentiniens und Chiles. Hier soll die Pflanze Lepidium meyenii zuerst ihre Wurzeln geschlagen haben.

Den Anbau der Lepidium meyenii um das Gebiet des Junin-Sees im heutigen Peru konnten Archäologen bis 1700 v.Chr. zurückverfolgen. Die Knolle, auch Peru Ginseng genannt, gehört zur Gattung der Kressen. Essbar sind zwar auch die Blätter der Pflanze. Superfood-Potenzial haben sie allerdings eher weniger. Dafür ist tiefer graben angesagt!

Wie alle Knollengewächse und Wurzeln hat die Maca-Knolle ihr Zuhause unter der Erde. Ausgebuddelt erinnert ihr Aussehen ein bisschen an eine Kreuzung aus weißen Rüben und Radieschen. Die tolle Knolle gibt es gleich in mehreren Farben. Lila, Rot, Gelb – sogar schwarze Macapflanzen liefert uns die Natur. Besonders die dunklen Sorten sollen gedächtnisfördernd wirken. Außerdem haben die verschiedenen Sorten ein leicht unterschiedliches Nährstoffprofil.

Deshalb ist Maca so gesund!

Macaknollen sind reich an Proteinen, Fettsäuren und vielen weiteren wertvollen Nährstoffen. In der Power-Pflanze Lepidium meyenii stecken außerdem mehr als 30 Mineralien und Spurenelemente. Das ist aber noch längst nicht alles. Hier ein kleiner Auszug der wichtigsten Inhaltsstoffe und Nährwerten.

Senfölglycoside, Pflanzensterole und Macamide – es spricht noch einiges mehr für die kleine Wunderknolle. Was das ist und was es Dir bringt? Die Liste der positiven Wirkungen auf den menschlichen Organismus ist lang. Und jede Sorte der Lepidium meyenii birgt großes Potenzial und glänzt auf ihrem eigenen Spezialgebiet.

Schwarzes Maca

Selten, aber heiß begehrt. Nur ein Zehntel der gesamten jährlichen Ernte fällt auf diese Macasorte. Sie gilt als die potenteste und heißt deshalb auch Viagra der Anden. In einem Artikel des Journals Evidence Based Complementary Alternative Medicine aus dem Jahr 2011 steht, warum. Laut Gustavo F. Gonzales hat das Macapulver aus der schwarzen Knolle wesentlichen Einfluss auf die Potenz, Spermienqualität, Fruchtbarkeit, Lust und Libido - ein echtes Aphrodisiakum. In Tierversuchen wurde außerdem seine positive Wirkung auf die Verbesserung der Knochendichte nachgewiesen.

Ebenfalls untersucht wurde der Effekt auf die sportlichen Leistungsfähigkeit, sowie Gedächtnisleistung und Lernvermögen. Grund ist der hohe Gehalt an Macamiden der schwarzen Knolle. In verschiedenen Studien an Mäusen konnte der gehirnfördernde Effekt des schwarzen Macapulvers nachgewiesen werden. Kein Wunder, dass Andenbewohner sich schon lange sicher sind: Maca macht Schulkinder schlau!

Gelbes Maca

Diese Sorte eignet sich ideal für Frauen in der Postmenopause. Ein Abschnitt, der beginnt, wenn die Periode schon mehr als ein Jahr ausgeblieben ist. Menopause und Postmenopause gehen zwar fließend ineinander über. Doch vielen Frauen machen Beschwerden zu schaffen, die mit der hormonellen Veränderung einhergehen.

Hier schafft die gelbe Macasorte Abhilfe. Es erhöht sanft den Estradiolspiegel im Körper. Ein Mangel an diesem Östrogen kann zu Schweißausbrüchen und Hitzewallungen führen. Eine Studie, die 2006 im International Journal of Biomedical Science veröffentlicht wurde, zeigt: Die Maca-Einnahme sorgt schon nach zwei Monaten für einen stimmungsaufhellenden, antidepressiven Effekt.

Die mit dem Östrogenmangel verbundenen Beschwerden gehen zurück. Gewichtsabnahme und eine bessere Konzentrationsfähigkeit konnten durch die Maca-Gabe ebenfalls nachgewiesen werden.

Rotes / lila Maca

Diese beiden Sorten werden meist gemeinsam zu Pulver verarbeitet und als rotes Maca verkauft. Ihr Wirkungsspektrum liegt eng beieinander und betrifft vor allem typische Frauenbeschwerden. Ob Hormonelles Ungleichgewicht, PMS oder Wechseljahre – die rot-lilane Knolle lindert Symptome und sorgt für körperliches Wohlbefinden.

Aber auch die Herren der Schöpfung dürfen sich freuen: Rotes Macapulver hat einen weiteren Vorzug, es senkt die Konzentration des Hormons DHT (Dehydrotestosteron). Gibt es davon zu viel im Körper (altersbedingt oder durch Steroid-Missbrauch) wächst die Prostata. Und das heißt wiederum: Die Herren müssen öfters mal für kleine Jungs.

In einer Veröffentlichung der Forscher Gonzales, Rubio u.a. in Reproductive Biology and Endriconolgy konnte die prostataverkleinernde Wirkung des roten Macapulvers in Tierversuchen nachgewiesen werden.

Die Wissenschaftler Gasco und Villegas fanden im Jahr 2007 außerdem heraus: Eine tägliche Gabe von rotem Maca ließ die Prostatagröße bei Ratten in nur 42 Tagen um die Hälfte zurückgehen!

Der Mix macht’s!

Du kannst Dich nicht entscheiden? Kein Problem. Auch wenn Du eine Maca-Mischung zu dir nimmst, wird es Dir Dein Körper in jedem Fall danken. Denn in jeder Sorte sind die folgenden Hauptdarsteller enthalten:

Der Gehalt an Senfölglycosiden, die auch Glucosinolate genannt werden, ist in den verschiedenen Macasorten in etwa gleich. Einzig die Anbauhöhe spielt für den Anteil an Glucosinolaten eine Rolle. Sie gelten als krebshemmend und wirken im menschlichen Körper gegen Viren, Bakterien und Pilze.

Die für die Macapflanze einzigartigen Macamide enthalten ebenfalls alle Sorten, wenn auch in unterschiedlichen Konzentrationen. Diese Fettsäurederivate entstehen bei der Trocknung der frischen Pflanzen. Auf ihnen beruht die nervenschützende und leistungssteigernde Wirkung der Knolle.

Eine weitere Wirkstoffgruppe der Maca-Knolle sind die sogenannten Pflanzensterole. Sie sind für Macas nebenwirkungsfreien Einfluss auf das menschliche Hormonsystem verantwortlich.

Mischpulver aus allen Macasorten

Die Andenbewohner sortierten ihre Knollen traditionell ohnehin nie nach Farbausprägung. Die gesamte Ernte wurde einfach getrocknet und vermahlen. Und das daraus hergestellte Pulver enthielt dann eben Anteile jeder Sorte.

Hast Du ein Produkt bestellt, auf dem keine bestimmte Farb-Bezeichnung vorhanden ist, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine solche erntetypische Mischung. Übrigens: Das Innere der Knolle ist immer gelb – unabhängig vom Aussehen der Außenhaut. Deshalb hat Macapulver auch immer die gleiche Farbe (mit leichten Schattierungen)!

5 spannende Fakten zur kostbaren Knolle Maca

  1. Maca enthält fast alle essentiellen Aminosäuren.
  2. Gegen Prostata- und Brustkrebs: Die enthaltenen Senfölglycoside sollen krebshemmend wirken.
  3. Ihre Pflanzensterole regulieren den Hormonhaushalt.
  4. Der Gehalt an Macamiden schützt die Nerven und wirkt leistungssteigernd.
  5. Maca enthält eine Reihe von Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (darunter Omega 6 und 9).

Wie schmeckt Macapulver?

Andenbewohner trocknen ihre Maca-Knollen meist, um sie haltbarer zu machen. Dann bereiten sie Säfte, Brei, Suppen und andere Köstlichkeiten damit zu. Schon mal Empanadas mit Maca-Füllung probiert?

Bei uns in Europa kommt die peruanische Pflanze meist in Pulverform an. Dafür werden die getrockneten Knollen gemahlen, sowie dunkel und luftdicht verschlossen. Bei verschiedenen Anbietern findest Du meist wahlweise gelbes, rotes oder schwarzes Macapulver.

Aber wie schmeckt das Knollenpulver denn nun? Erdig, nussig und leicht karamellig, manchmal sogar etwas scharf – der Geschmack von purem Maca-Pulver ist gar nicht so einfach zu beschreiben. Hinterlässt das Pulver einen sehr bitteren Nachgeschmack, ist das kein gutes Zeichen. Denn Maca wird mittlerweile auch außerhalb Südamerikas angebaut. Etwa im chinesischen Gebiet Yunan, wo die Böden als schwermetallbelastet gelten.

Ihre heilsame Wirkung entfaltet die Pflanze jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. Die spezielle Witterung, die Höhenlage und die sehr mineralreichen Böden der Anden sind eben einzigartig. Je höher die Anbauregion liegt, desto potenter ist das dort wachsende Maca. Höhen von über 4.000 Metern gelten als Ideal.

Was Du beim Kauf von Maca beachten solltest

Es gibt einige Qualitätsmerkmale, an denen Du gutes Macapulver erkennen kannst:

  • Die Herkunft:  Maca Junín-Pasco ist eine geschützte Bezeichnung. Sie steht für bestes Macapulver aus den Anden.
  • Die Anbauhöhe: Hier heißt es – je  höher, desto besser. Über 4.000 Meter sind perfekt.
  • Die Qualität: Achte auf Organic, Bio- oder Rohkostqualität!
  • Die Konzentration: Eine Angabe von 1:1 bedeutet, es handelt sich um rohes Macapulver . 4:1 bis 20:1 heißt, dieses Produkt ist entweder gelatiniertes Macapulver oder hochkonzentrierter Macapulver-Extrakt (und hat eine stärkere Wirkung)
  • Das Erntejahr: Es zeigt Dir an, wie frisch das Produkt (noch) ist.

Viele Anbieter weisen gesondert darauf hin, dass ihre Produkte, Präparate und Nahrungsergänzungsmitteln frei von Schwermetallen und anderen umstrittenen Zusatzstoffen wie etwa Magnesiumstearat sind. Definitiv ein riesen Pluspunkt! Generell gilt: Die Angabe "sortenrein" weist auf ein qualitatives Produkt mit hohem Mineralstoffgehalt hin. Für sortenreines Rohpulver musst Du etwa 6 bis 8 Euro pro 100 Gramm ausgeben. Das seltene schwarze Maca ist teurer und für circa 11 Euro pro 100 Gramm zu haben. 

Unser Vetox-Tipp: Hast Du eine empfindliche Verdauung, solltest Du Dich für gelatiniertes Macapulver in Form von Maca-Tabletten oder Maca-Kapseln entscheiden. Darin sind die Senfölglycoside neutralisiert. Außerdem spalten sich auch die nicht verdaulichen Stärken des rohen Pulvers während der Gelatinierung auf. Danach wird das Pulver in Kapseln oder Tablettenform gepresst.

Ein weiterer Vorteil des gelatinierten Pulvers in Kapsel- oder Tablettenform ist seine größere Bioverfügbarkeit. Bei  gelatiniertem Macapulver ist eine Konzentration von 4:1 der Standard. Eine Kapsel enthält dabei meist 1000 Milligramm. In diesem Fall reicht bereits eine Dosis von 3 bis 5 Gramm pro Tag aus, um spürbare Wirkungen zu erzielen.

Die tägliche Dosierungsempfehlung für rohes Macapulver in der Konzentration 1:1 ist:

sind zehn Gramm für Frauen und bis zu 20 Gramm für Männer.

Nice. Aber was mache ich mit Maca?

Gut, kommen wir zum wichtigsten Punkt. Du hast Dir qualitatives Macapulver Deiner Wahl bestellt und kannst es kaum erwarten, den Geschmacks- und Wirkungstest zu machen. Aber dafür brauchst Du noch ein paar Anregungen? Kein Ding. Wir bei Vetox essen das Pulver ehrlich gesagt auch nicht pur. No hate please, jedem das seine!

Deshalb haben wir eine riesige Rezeptdatenbank ins Leben gerufen, die vor allem ein Ziel hat: Pflanzliche Ernährung zu vereinfachen. Und da beweisen wir jedem, der es wissen möchte - Kochen mit Superfoods ist unkompliziert, schnell und nicht mal teuer. Komm einfach in unsere Community und überzeuge Dich selbst!

Hier ein paar Inspirationen für Deine tägliche Maca-Portion:

  • Das Pulver von Maca macht sich gut als Zutat in Suppen (z.B. in Tomaten- oder Kürbissuppe)!
  • Mixe es als Maca-Extrakt in Deine Lieblingsgetränke oder kreiere neue!
  • Gib es in Muffin-, Pancake oder Cookie-Teige!
  • Mische es in Dein Morgen-Müsli!
  • Genieße es in Dips (wie wär’s mit Guacamole oder Hummus)?
  • Ins Popcorn damit :D

Unser Vetox-Urteil

Egal ob vegetarisch, streng vegan oder einfach so pflanzlich wie möglich – wir alle haben das gleiche Ziel: Hochwertige Ernährung für einen gesunden Körper und einen lebendigen Geist. Klingt ziemlich philosophisch, oder? Tatsache ist, heutzutage haben wir wahnsinnig viele Möglichkeiten, selbstbestimmt über unsere Ernährung zu entscheiden und unsere Gesundheit bewusst zu steigern.

Selbst Produkte, die vor fünfzehn Jahren noch keiner kannte, sind heute überall im Internet erhältlich. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Wir misten aus diesem Grund für Dich aus – und stellen Dir nur unsere absoluten Favourites vor. Zu denen Maca auf jeden Fall gehört.

Wir meinen: Die Macapflanze und Wurzel ist eine absolute Vital- und Nährstoffbombe – und nicht nur deshalb eines der bedeutendsten Superfoods. Ihre positive Wirkung auf Stimmung, Gedächtnis sowie auf die Gesundheit, Knochendichte und Hormonhaushalt konnte in vielen Studien bestätigt werden. Die enthaltenen Macamide gehören zu den Hauptwirkungsstoffen von Maca. Und die gibt es nur in der Macapflanze. Bewiesenermaßen wirken diese speziellen Fettsäurederivate leistungssteigernd und nervenschützend auf Deine Gesundheit.

Maca ist einfach mega. Auch ihr Einfluss auf die Prostata, den Muskelaufbau, das Muskelwachstum, die Potenz sowie die körperliche Lust gilt als gesichert. Das ist noch nicht alles. Die Senfölglycoside in der Maca-Pflanze sollen Prostata- und Brustkrebs hemmen. Die tolle Knolle Maca hat es wirklich in sich!

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