Superfoods

Lupine: der gesunde, regionale und vegane Newcomer

Ob als Milch-, als Fleisch- oder als Kaffeeersatz: Lupine könnten der neue Superstar unter den Hülsenfrüchten werden und einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden, veganen Ernährung leisten.

Schale mit Lupinen
Aus Lupinen lassen sich Milch und Mehl herstellen, aber auch Fleischersatzprodukte
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Lupinen (Lupinus) sind auf dem Vormarsch und erobern langsam aber sicher den Markt für gesunde Fleischersatzprodukte. Sie sind kalorienärmer als die Fleischalternativen Seitan, regionaler als Soja und können in der Küche vielfältig verwendet werden. Das Mehl der Lupinen findet sich in vielen glutenfreien Produkten wie Brot, Gebäck oder Teig. Es bindet Wasser und bringt die verschiedenen Teigbestandteile als Emulgator zusammen. Darüber hinaus hat Lupinenmehl eine schöne gelbe Farbe.

Für Vegetarier, Veganer und VETOX-Anhänger sind gesunde Lupine ein wahrgewordener Traum!

Bunt blühende Pflanze: So wachsen Lupine

Lupinen sind eine Pflanze, deren Blüte ein bis zwei Mal pro Jahr blüht und dabei wunderschön aussieht. Sie wächst nicht nur gezielt gepflanzt im Garten, sondern auch wild in vielen Ländern Südeuropas, Nordafrikas und Vorderasien. Wenn es um Lupinen in der Ernährung geht, handelt es sich immer um die Samen der Pflanze, die gegessen werden können.

Ihre Blüte ist meist lila, bläulich, rosa oder weiß und die Pflanze hat langstielige Blätter sowie starke Wurzeln. Die Wurzeln der Lupinen binden Stickstoff aus der Luft und lockern selbst festen Boden auf, weshalb sie für die Landwirtschaft viele positive Aspekte bereithalten.

Sie regenerieren die Böden und tragen dazu bei, dass weniger synthetische Düngemittel verwendet werden. Die Pflanzen vertragen sogar keinen künstlichen Dünger. Durch die hohe Stickstoffproduktion düngen sie sich praktisch selbst, was sehr umweltfreundlich ist. 

Sind Lupinen giftig? Nur Süßlupinen eignen sich zum Verzehr

Lupinen werden auch Wolfsbohne oder Feigbohne (Lupinus heißt die Pflanze, Lupus heißt auf Lateinisch Wolf) genannt. Sie gehören zur Familie der Hülsenfrüchte, genauso wie Erbsen, Kichererbsen und Erdnüsse.

Vorsicht: Wilde Lupinen und auch Gartenlupinen sind nicht zum Verzehr geeignet. Sie enthalten einen Bitterstoff, der beim Verzehr zur Atemlähmung führen kann.

Züchtungen könnten diese Bitterstoffe (Alkaloide) jedoch aus den Pflanzen extrahieren, wodurch die Lupinen zur Nutzpflanze wurden. Sie heißen "Süßlupinen", was sie aber noch lange nicht süß macht. 😉

VORSICHT: Wer unter einer Erdnussallergie leidet, sollte bei Lupinen aufpassen. Auch gefährliche Kreuzallergien drohen!

Lupinen als gesunde und wichtige Eiweiß-Quelle für Veganer und Vegetarier

Es dauerte, bis die Lupinen neben Erbsen, Linsen und Bohnen als Nahrungsmittel an Bedeutung gewannen. Im Zuge einer immer stärker werdenden Tendenz zur fleischarmen oder sogar fleischlosen Ernährung können Lupinen (genauer Süßlupinen) auch als Eiweißquelle eine wichtige Rolle spielen, da sie ökologisch nachhaltig und vielfältig einsetzbar sind. Darüber hinaus sind sie auch noch überaus gesund, weshalb Du sie unbedingt in Deinen Speiseplan integrieren solltest - ggf. auch als Fleischersatz.

Als VETOX-Einsteiger oder auch als Frisch-Veggie bist Du bestimmt auf der Suche nach leckeren pflanzlichen Proteinquellen (Lupinenprotein) und Eiweißquellen. Denn eines ist sicher: Auch ohne Fleisch und Fisch ist eine optimale Versorgung an Mikro- und Makronährstoffen möglich!

Vegane Lupinenprodukte: Diese Lebensmittel gibt es aus gesunden Lupinen

Aus den Samen der Lupinen können verschiedene Produkte entstehen:

  • Nudeln
  • Milch- und Joghurtersatz sowie Eiscreme
  • Burger-Patties beziehungsweise Bratlinge
  • Geschnetzeltes
  • Aufstrich
  • Kaffee 
  • Wurstersatz
  • Schnitzel

Wenn Du auf der Suche nach einer regionalen Alternative zu Sojaprodukten (Sojabohnen) bist oder Seitan nicht verträgst, könnten Lupine bzw. Lupinensamen eine gute Wahl sein. Du kannst die Fleischalternativen nach Belieben braten oder grillen und die anderen Produkte als Alternative zu den herkömmlichen Lebensmitteln in Deinen Speiseplan integrieren. Auch als Snack zwischendurch kannst Du die Lupinensamen knabbern. 


Inhaltsstoffe: Diese Nährstoffe stecken in dem Fleischersatz Lupine

Lupinen sind sehr eiweißreich und werden daher auch "das Soja des Nordens" genannt. Ihr hoher Gehalt an Lupineneiweiß sorgt dafür, dass sie besonders gut zu Produkten als Fleischersatz verarbeitet werden können. 100 Gramm enthalten 253 Kilokalorien und somit deutlich weniger als Soja oder Seitan. 

Die enthaltenen Eiweiße sorgen dafür, dass Lupine super sättigen. Das wenige Fett, das in Lupinen enthalten ist, ist gesundes Fett, genauer gesagt einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, darunter mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen der Lupinen macht sie nicht nur gut für die Verdauung, sondern kann auch dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken sowie Darmkrebs vorzubeugen. Deinen Blutzucker kannst Du mit Lupinen ebenfalls senken. 

Hülsenfrüchte stehen bei vielen Menschen wegen ihrer blähenden Eigenschaften in der Kritik. Lupinen kommen da gerade recht, da sie weniger blähende Stoffe enthalten und somit besser verträglich für Magen und Darm sind. Essenzielle Aminosäuren, wie zum Beispiel die Aminosäure Lysin sind in Lupinen ebenfalls enthalten, sowie weitere wertvolle Nährstoffe:

Fazit: Lupinen als gesunde Nährstoffquelle für Vegetarier und Veganer

Lupine sind Pflanzen, die erst durch das Herauszüchten der Bitterstoffe zu einem verträglichen Lebensmittel werden. Die Samen der Lupine können zu verschiedenen Produkten wie Mehl, Milch, Aufstrichen oder Fleischersatzprodukten verarbeitet werden. Sie enthalten viel Eiweiß und sind eine wichtige Nährstoffquelle für Vegetarier und Veganer. Als VETOX-Anhänger werden Dir Lupine besonders an den Detox-Tagen einen guten Dienst als veganer Fleischersatz oder vegane Milchalternative erweisen.

Lupine haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften, wie zum Beispiel den potenziellen Schutz vor Darmkrebs und enthalten darüber hinaus gesunde Fette und wenig Kalorien. Erdnussallergiker sollten mit Lupinen und Lupinensamen vorsichtig sein, wer unter Gluten- oder Laktoseintoleranz oder Soja nicht verträgt, hat mit Lupinen jedoch kein Problem.

Du erhältst sie Online oder in Bio-Läden, kannst sie aber auch selbst aussäen, wenn Du die richtigen Sorten auswählst. Mit Lupinen werden der konventionellen Landwirtschaft gleich zwei Schnippchen geschlagen: Sie sind gut für die Böden, kommen ohne synthetische Stoffe aus und ihr Anbau erzeugt deutlich weniger CO2 als die Produktion von tierischen Produkten. Auch im Transport sind sie nachhaltiger als zum Beispiel Soja, da sie direkt in Deutschland angebaut und vertrieben werden.