Superfoods

Gojibeeren: Mit fernöstlicher Frucht-Power zu mehr Wohlbefinden

Du willst Dein Immunsystem stärken, Deine Stimmung aufhellen, Deinen Stoffwechsel ankurbeln, Deine Haut und Deinen Körper vor dem Altern schützen und das alles mit nur einem Produkt? Mit Gojibeeren (auch Goji-Beeren) kein Problem!

Diese kleine Beeren haben es in sich. Sie stecken voller Inhaltsstoffe, die deinem Körper guttun.
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Im Rahmen der veganen, vegetarischen oder Deiner VETOX-Ernährung liefert Dir die kleine rote Beere aus China jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe. Dazu gehören zum Beispiel Vitamin B und Vitamin C und schon mit einer Tagesportion von 25 Gramm deckst Du Deinen Tagesbedarf an Eisen und Kalzium zu 20 Prozent, sowie Deinen täglichen Vitamin A-Bedarf schon fast zur Hälfte.

Die Gojibeere, auch Wolfsbeere genannt, wird meist in getrockneter Form verkauft, schmeckt süßlich und ist vergleichbar mit Feigen oder getrockneten Pflaumen. Du kannst sie gut in Smoothies, als Topping auf Müsli oder unserem vegetarischen, glutenfreien Quinoa-Porridge essen oder auch in herzhafte Gerichte integrieren, zum Beispiel in unsere orientalische Gemüse-Bowl mit Kichererbsen und Pistazien. So entfaltet die Gojibeere bzw. Wolfsbeere ihre ganze Nährstoff-Power, auf die wir im nächsten Schritt einen genauen Blick werfen.

Diese Nährstoffe enthält die Gojibeere

Wenn Du Dich vegetarisch, vegan oder nach Vetox ernährst, nimmst Du viel Obst und Gemüse zu Dir, wodurch Du automatisch gut mit vielen verschiedenen Vitaminen versorgt bist. Gerade wenn Du Dich pflanzlich ernährst, ist es umso wichtiger, Deinen Nährstoffbedarf im Blick zu haben. Die Gojibeere wird aufgrund ihrer vielen wertvollen Nährstoffe auch als die Frucht des Wohlbefindens und der Langlebigkeit bezeichnet – sie ist das Tüpfelchen auf dem "i" für Deine gesunde Ernährung.

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So wirken die Nährstoffe in der Gojibeere auf Deinen Körper

In Goji-Beeren sind viele wichtige Antioxidantien enthalten, darunter sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole und Carotinoide aber auch Vitamin C, die B-Vitamine und das Vitamin A. Jedes Vitamin hat seine eigene wertvolle Funktion und wirkt sich auf verschiedene Bereiche Deines Körpers aus. Damit Du einen besseren Überblick erhältst, haben wir die einzelnen Nährstoffe der Wunderfrucht Wolfsbeere für Dich aufgeschlüsselt. 

Vitamin C: Vitamin C ist ein Antioxidans, das Deinen Körper bei der Immunabwehr unterstützt. Erkältungen und Infekten kannst Du gelassener entgegenblicken, wenn Du viel Vitamin C zu Dir nimmst. Außerdem fördert Vitamin C die Wundheilung, stärkt die Gefäße sowie das Bindegewebe und hilft Deinem Körper dabei, aufgenommenes Eisen besser zu verwerten. Da Gojibeeren sowohl Vitamin C als auch Eisen enthalten, ist dies die perfekte Kombination in nur einer Frucht.

Mit 15 Milligramm Vitamin C enthalten 100 Gramm Goji-Beeren zwar nur knapp ein Drittel so viel Vitamin C wie Zitronen oder Orangen (50 bzw. 53 Milligramm auf 100 Gramm), trotzdem decken 100 Gramm Gojibeeren den Tagesbedarf von 95 bis 110 Milligramm laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Also zu rund 15 Prozent, auch wenn Du wahrscheinlich keine 100 Gramm am Tag essen wirst, denn dafür sind die Beeren schlichtweg zu teuer. Im Rahmen einer veganen, vegetarischen oder der Vetox-Ernährung erhältst Du Vitamin C aber auch noch aus vielen anderen Quellen, die Gojibeere sollte da nicht Deine Nummer 1 sein.

Vitamin A: Gojibeeren helfen Deinem Körper dabei, Giftstoffe, die aus der Umwelt und der Nahrung aufgenommen werden, einzufangen und schneller wieder auszuscheiden. Dieser Schutz vor freien Radikalen kommt unter anderem vom enthaltenen Vitamin A, das auch noch in vielen anderen Lebensmitteln enthalten ist, wie Du in unserem Artikel "Vitamin A Lebensmittel" nachlesen kannst. Das in Gojibeeren enthaltene Vitamin A – Retinol und Beta Carotin – schützt Deine Augen, stärkt die Sehkraft und ist darüber hinaus wichtig für die Immunabwehr. Außerdem werden Deine Schleimhäute geschützt und Deine Haut bekommt einen strahlenden Teint. 

Gojibeeren enthalten vier verschiedene B-Vitamine – so viel wie keine andere Frucht. Darunter Vitamin B1, B2, B3 und B6. Vitamine geben Dir Power, pushen Deinen Körper an vielen wichtigen Stellen und sorgen so dafür, dass Du Dich fit und leistungsfähig fühlst, sowohl körperlich als auch geistig. 

Vitamin B1: Vitamin B1 hilft Deinem Körper bei der Energiegewinnung aus Kohlenhydraten. Mit diesem B-Vitamin kannst Du Top-Leistung von Deinem Oberstübchen abrufen. Auch Deine Muskeln, Deine Schilddrüse und Dein Herz lieben Vitamin B1, da es die Weiterleitung von Nervenimpulsen steuert.

Vitamin B2: Vitamin B2 hilft Deinem Körper bei der Wundheilung an Haut und Schleimhäuten. Es trägt zum Wachstum von roten Blutkörperchen bei, wodurch Sauerstoff besser durch Deine Zellen transportiert werden kann und Du Dich fitter und leistungsfähiger fühlst. Ebenso wie Vitamin C  und Vitamin A hat es eine antioxidative Wirkung, das heißt die freien Radikale werden eingefangen und beseitigt.

Vitamin B3: Im New England Journal of Medicine wurde 2015 eine Studie veröffentlicht, dass Vitamin B3 die Häufigkeit von Hauttumoren reduzieren kann. Schließlich trägt Vitamin B3 zu einer gesunden Zellteilung bei. Darüber hinaus fördert es die Konzentration und hilft Dir bei der Verdauung.

Vitamin B6: Vitamin B6 verringert die Müdigkeit und kann gegen Erschöpfungszustände helfen. Außerdem trägt es zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei, indem es den Stoffwechsel reguliert.

Eisen: Mit 11 Milligramm Eisen auf 100 Gramm leisten Gojibeeren einen wertvollen Beitrag zur Versorgung Deines Körpers mit dem wichtigen Spurenelement. Eisen fördert die Blutbildung und hilft Deinem Organismus beim Sauerstofftransport in den Zellen. Dadurch bist Du wacher, fitter, leidest weniger unter Müdigkeit und Erschöpfung und hast mehr Energie. 

Besonders für Vegetarier, Veganer und Vetox-Anhänger ist Eisen wichtig, da es aus pflanzlichen Lebensmitteln etwas schlechter aufgenommen wird als aus tierischen Lebensmitteln. Mehr dazu liest Du auch in unserem Vetox-Beitrag zum Thema Eisen. Mit Gojibeeren hast Du aber eine gute Frucht an der Hand, die Dir das Vitamin C, das die Eisenaufnahme verbessert, gleich mitliefert. Der Tagesbedarf an Eisen liegt laut der DGE für Männer bei 10 Milligramm und für Frauen bei 15 Milligramm. Schon mit 50 Gramm Gojibeeren pro Tag decken Frauen ihren Tagesbedarf also um mehr als ein Drittel.

Kalzium: Kalzium ist wichtig für den Knochenaufbau und sorgt dafür, dass Deine Zähne stark, Deine Fingernägel kräftig und Deine Haare gesund sind. In Goji-Beeren ist jede Menge Kalzium enthalten. Schon mit einer kleinen Portion von 25 Gramm deckst Du ein Fünftel Deines Tagesbedarfs an Kalzium - in welchen Lebensmitteln der Mineralstoff noch enthalten ist, liest Du in unserem Artikel "Gesunde Knochen dank Kalzium: So deckst Du Deinen Tagesbedarf!". 

Die Heilkraft der Wunderfrucht Gojibeere: Bei Diesen Beschwerden hilft Dir der rote Superheld

In der traditionellen chinesischen Medizin wird viel mit Gojibeeren gearbeitet und auch Du kannst Dir die kleine rote Power-Frucht zunutze machen. Zum Einsatz kommt sie bei:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Erschöpfung
  • Infekten

Dank der enthaltenen Antioxidantien stärkt die Gojibeere das Immunsystem und die freien Radikale sorgen für die Eindämmung von Giftstoffen in Deinem Körper und somit für die Vermeidung von Krankheiten.

Im Journal of alternative and complementary medicine wurde 2008 eine Studie zu Gojibeeren veröffentlicht, die die erste außerhalb Chinas war. Diese Studie konnte die positiven Effekte der Gojibeere bestätigen. Die eine Hälfte der Versuchspersonen trank täglich 120 Milliliter Goji-Saft, die andere Hälfte bekam ein Placebo. Nach 15 Tagen zeigten sich folgende Effekte:

  • Bessere Schlafqualität
  • Bessere Konzentrationsfähigkeit
  • Aufgehellte Stimmung, ein Gefühl der inneren Ruhe und Zufriedenheit
  • Gleichgewicht im Magen-Darm-Trakt, regelmäßige und gute Verdauung
  • Verbessertes Wohlbefinden

Chinesische Forscher fanden 2010 heraus, dass die Gojibeere sogar das Risiko senken kann an Alzheimer zu erkranken. Ebenfalls in China wurde schon 2001 daran geforscht, ob Gojibeeren das Wachstum von Leukämie-Krebszellen hemmen können. Das Ergebnis war positiv.

Weitere Effekte der Gojibeere sind die Senkung des Cholesterinspiegels, die Stärkung des Herzmuskels, eine straffere und frischer aussehende Haut und gesunde Augen. Du siehst also, dass es sich bei der Gojibeere um ein absolutes Superfood handelt, das ein toller Gesundheitsbooster für Dich und Deinen Körper sein kann. 

Allergiker aufgepasst: Diese Risiken und Nebenwirkungen hat die Gojibeere

Gojibeeren haben als Nachtschattengewächs ein hohes Allergie-Potenzial wie eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 2012 ergeben hat. Dabei sind es nicht die fernöstlichen Beeren selber, die Allergien auslösen können, sondern die diversen Kreuzallergien:

  • Pfirsiche
  • Tomaten
  • Nüsse
  • Tabak

Falls Du also auf eines dieser Produkte allergisch reagierst, sei auch bei Gojibeeren vorsichtig und verzichte lieber auf die rote Superfrucht.

ACHTUNG: Gojibeeren verstärken die blutverdünnende Wirkung von gerinnungshemmenden Medikamenten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt vor dem Verzehr von Gojibeeren, wenn Du parallel Gerinnungshemmer nimmst. Sie können Blutungen verstärken oder sogar plötzliche Blutungen entstehen lassen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Gojibeere auch dann zu meiden, wenn Du schwanger bist – auch wenn es dazu bisher keine gesicherten Studien gibt.

Ob getrocknet, als Pulver oder als Saft: So kannst Du Goji-Beeren kaufen

In sehr gut sortierten Lebensmittelgeschäften erhältst Du unter Umständen frische Gojibeeren, sie sind aber sehr sehr selten. Auch auf kleinen Wochenmärkten kannst Du Glück haben, wenn dort private Produzenten ihre Bestände verkaufen, aber auch das ist selten. Häufiger zu kaufen ist die getrocknete Variante, die Du in jedem Reformhaus, Bio-Laden oder in großen Supermärkten bekommst. Gojibeeren sind in jeder Form recht teuer – deutlich teurer als regionale Lebensmittel, die häufig nur wenige Euro kosten.

Wir haben für Dich eine kleine Übersicht erstellt, mit der Du auf einen Blick siehst, welches Goji-Produkt Du in welcher Form an welcher Stelle zu welchem Preis bekommst:

Tipp 1: Gojibeeren-Saft kannst Du gut mit Wasser mischen und ihn dann als Schorle trinken. So ist er besonders im Sommer super erfrischend. Am besten mischst Du 250 Milliliter Saft mit einem Liter Wasser und trinkst diese Menge über den Tag verteilt. Natürlich kannst Du diese Menge auch halbieren und Deinen restlichen Flüssigkeitsbedarf nur mit Wasser oder ungesüßten Tees stillen. 

Tipp 2: Für Deinen eigenen Gojibeeren-Tee musst Du einfach nur einen Teelöffel der getrockneten Früchte mit warmem Wasser übergießen und für mindestens fünf Minuten ziehen lassen. Nutze kein kochend heißes Wasser, sondern maximal 70 Grad, um nicht die wertvollen Nährstoffe abzutöten. Du kannst die Goji-Beeren auch anderen Teesorten hinzufügen, die Du gerne magst. Im Sommer schmeckt der Gojibeeren-Tee sehr lecker als Eistee.

Tipp 3: Mit unseren VETOX-Ernährungsplänen garantieren wir Dir eine optimale Versorgung mit allen lebensnotwendigen Mikro- und Makronährstoffen, für ein gesteigertes Wohlbefinden.

Du hast Lust bekommen, lecker und vielfältig mit Superfoods zu Kochen? Probiere es doch mal aus und schau Dir unser VETOX-Kochbuch an. Hier findest Du leckere, gesunde Rezepte in einem praktischen 14-Tage Ernährungsplan. Also, worauf wartest Du noch ? Start Your Green Journey Now!

So kannst Du die Gojibeere in Deine Vetox-Ernährung integrieren

Frische Gojibeeren schmecken etwas gewöhnungsbedürftig. Zu Beginn sind sie recht süß, werden dann im Nachgeschmack aber etwas herb, was nicht jeder gerne mag. Sie können mit einer süßlichen Tomate verglichen werden und machen sich am besten im Salat. Doch auch in süßen Speisen sind sie lecker und geben ihnen eine interessante Note. 

Die getrockneten Goji-Beeren schmecken wie eine Mischung aus Feigen und Dörrpflaumen und sind sowohl als purer Snack als auch als Topping auf Müsli, Porridge oder Smoothie Bowls gut geeignet. Für Deinen frischen Sommer-Smoothie mit Gojibeeren, den wir Dir gleich vorstellen, kannst Du natürlich frische Gojibeeren nehmen, da diese aber schwer zu bekommen sind, kannst Du auch auf die getrocknete Variante oder das Goji-Pulver zurückgreifen.

Rezept: Frischer Sommer-Smoothie mit Goji-Beeren

Dieser frische Sommer-Smoothie schmeckt süß und leicht, liefert Dir dank der Beeren-Vielfalt zahlreiche wertvolle Nährstoffe und die getrockneten Gojibeeren geben dem ganzen einen interessanten Twist. Falls Du diesen leckeren Smoothie im Winter trinken willst und keine frischen Himbeeren und Erdbeeren bekommst, kannst Du auch auf tiefgefrorene Früchte zurückgreifen.

Zutaten für zwei große Gläser:

  • 100 g getrocknete Gojibeeren
  • 100 g frische Ananas
  • 150 g frische Erdbeeren
  • 100 g frische Himbeeren
  • Saft einer Limette
  • 250 ml Kokoswasser
  • Auf Wunsch: Eiswürfel

Benötigte Utensilien: Schneidebrett, Messer, Zitruspresse, Mixer.

Zubereitung: Schäle die Ananas, putze die Erdbeeren und wasche die Himbeeren. Würfele dann die Ananas und die Erdbeeren, presse die Limette aus und gib dann alles zusammen mit den Gojibeeren und dem Kokoswasser in einen Mixer. Füge noch ein paar Eiswürfel hinzu, wenn Du es gerne etwas kälter magst. Nach etwa einer Minute erhältst Du eine cremige Masse – fertig ist Dein gesunder Smoothie mit jeder Menge Nährstoff-Power!

Rezept: Grüner Salat mit Goji und Tomaten

Dieser einfache grüne Salat ist der perfekte Mittagssnack. Er schmeckt zu jeder Jahreszeit und liefert Dir wertvolle Ballaststoffe dank des Salats, Vitamine und Antioxidantien über die Gojibeeren und mehrfach gesättigte Fettsäuren dank der Avocado. Bereite ihn Dir am besten frisch zu, da die Salatblätter zu stark zusammenfallen, falls Du ihn zu viele Stunden im Voraus vorbereitest.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 100 g Salat (zum Beispiel Kopfsalat)
  • 100 g Kirschtomaten
  • 50 g frische Gojibeeren oder Alternativ 30 Gramm getrocknete Gojibeeren
  • 40 g Sonnenblumenkerne
  • 1 Avocado
  • 1 Zitrone
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Senf
  • Salz und Pfeffer

Benötigte Utensilien: Schneidebrett, Salatschleuder, 2 Schüsseln, Quirl, Pfanne.

Zubereitung: Wasche und trockne den Salat und die Tomaten, halbiere sie und schäle die Avocado, die Du dann in schmale Scheiben schneidest. Gib alles zusammen in eine große Schüssel. Verrühre den Zitronensaft mit dem Olivenöl und gibt einen Teelöffel Senf für die bessere Bindung des Dressings hinzu. Schmecke es mit Salz und Pfeffer ab. Wasche und halbiere die Gojibeeren und füge sie der Schüssel hinzu oder gib alternativ die getrockneten Gojibeeren in das Dressing und lasse sie für zehn Minuten darin ziehen, damit sie ein wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Röste dann die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Öl bis sie goldbraun sind. Anschließend kannst Du das Dressing unterheben und den Salat mit Sonnenblumenkernen bestreut auf einem Teller anrichten.

Gojibeeren: Ihre Klimabilanz und Deine 3 regionalen Alternativen

Klimabilanz

China ist der Hauptproduzent von Gojibeeren. Sie wachsen an dem Chinesischen Bocksdorns (Lycium chinense). Der Großteil der Gojibeeren, die Du in Deutschland kaufen kannst, stammen von dort. Dies führt dazu, dass die CO2-Bilanz der Gojibeeren deutlich schlechter ausfällt als bei regionalen Produkten wie Hagebutten, Blaubeeren oder Johannisbeeren. Außerdem vereinen Gojibeeren zwar viele wertvolle Nährstoffe in einer Frucht und liefern Dir einen super gesunden, leckeren Genussmoment, jedoch sind auch all diese Nährstoffe in anderen Obst- und Gemüsesorten enthalten, wenn auch zum Teil in anderer Zusammensetzung oder anderer Dosierung.

3 regionale Alternativen zur Gojibeere

1. Johannisbeeren: So verfügen zum Beispiel Johannisbeeren ebenfalls über wertvolle Antioxidantien – die enthaltenen Anthozyane fangen genauso wie in Gojibeeren freie Radikale ein und schützen so vor Krebs. Außerdem enthalten sie mehr als 10 Mal so viel Vitamin C wie Gojibeeren und können im Sommer jederzeit frisch gekauft und verzehrt werden. Die Gojibeere gibt es häufig nur in getrockneter Form.

2. Hagebutten: Auch Hagebutten sind absolute Vitamin C-Wunder mit 1.250 Milligramm pro 100 Gramm. Mit 15 Milligramm Vitamin C auf 100 Gramm fällt die Gojibeere da weit zurück.

3. Blaubeeren: Blaubeeren verfügen ebenfalls über wertvolle Antioxidantien, enthalten immerhin etwas mehr als halb so viel Eisen wie Gojibeeren (6,3 Gramm) und darüber hinaus wertvolles Vitamin E. Außerdem sind sie regional.

Pauschale Werte für den genauen ökologischen Fußabdruck der Gojibeere sind nicht bekannt, schließlich hängt es stark davon ab, wo und wie sie in China genau angebaut werden, ob sie per Schiff oder mit dem Flugzeug nach Europa kommen und wie sie dann genau weiterverarbeitet werden. Es gibt eine Möglichkeit, wie Du maximal klimafreundliche Gojibeeren erhältst und zwar kannst Du sie ganz einfach selber anbauen.  

Du willst selber Gojibeeren anbauen? Gar kein Problem!

Wenn Du selber Gojibeeren anbaust hast Du zum einen regelmäßig frische Gojibeeren zur Verfügung und zum anderen weißt Du, dass sie frei von Pestiziden sind. Schließlich kann Dein eigener Garten Dir die beste Bio-Qualität liefern. Obendrein sorgst Du für die minimale CO2-Emission Deiner Gojibeeren - YAH!

Die Frucht heißt übrigens auch „Gemeiner Bocksdorn“ (Lycium barbarum) oder „Chinesischer Bocksdorn“ (Lycium chinense) und unter diesem Namen kannst Du sie auch im Pflanzenhandel finden. Die Pflanzen wachsen zwei bis drei Meter hoch, werden am besten ab Mitte Mai gepflanzt und benötigen viel Sonne. Wenn Du keinen Garten hast kannst Du sie auch im Topf auf Deiner Terrasse oder Deinem Balkon sähen. Auch dort gedeihen sie wunderbar.

Die Goji-Pflanzen kosten etwa 25 bis 30 Euro pro Stück und müssen viel gewässert und wenig gedüngt werden. Die Belohnung sind eigene, frische Gojibeeren, die Du trocknen, pressen oder einfach pur naschen kannst – Yummie! 

Fazit

Gojibeeren stammen aus Fernost und sind ein beliebtes Mittel in der traditionellen chinesischen Medizin. Sie enthalten viele Antioxidantien und wertvolle Vitamine und Spurenelemente, darunter B-Vitamine, Vitamin C, Eisen und jede Menge Kalzium. Zu einer vegetarischen, veganen oder der Vetox-Ernährung können sie einen richtig wertvollen Beitrag leisten.

Gojibeeren stärken nicht nur Deine Abwehrkräfte, sondern sind auch gut für Deine Augengesundheit und helfen gegen Bluthochdruck sowie Müdigkeit. Außerdem hellen sie die Stimmung auf, bringen Deinen Verdauungstrakt ins Gleichgewicht, verbessern das generelle Wohlbefinden und hemmen zudem noch das Wachstum von Krebszellen. Weiterhin helfen Gojibeeren bei Diabetes, bei einer gesunde Funktion des Gehirns, sie stärken das Herz, sorgen für eine rosige, frische Haut und für eine gesunde Muskelfunktion.

Du kannst die hellroten, kleinen Beeren in Salaten, Smoothies und Tees oder als Topping auf dem Müsli zu Dir nehmen. Goji-Beeren schmecken süßlich-säuerlich und ihr Geschmack erinnert in getrockneter Form an Dörrpflaumen oder Feigen. Die chinesische Gojibeere erhältst Du bei uns überwiegend in getrockneter Form, auch als Pulver oder Saft kannst Du sie in Deutschland kaufen. Die frischen Beeren gibt es leider nur ganz selten, am besten baust Du sie Dir einfach selber an. Achte darauf, ein Goji-Produkt in Bio-Qualität zu kaufen, um eine Belastung mit Pestiziden zu umgehen und von einem möglichst naturbelassenen Produkt zu profitieren.

Gojibeeren sind teuer und legen zudem einen langen Weg aus China nach Europa zurück, was für eine schlechte CO2-Bilanz sorgt. Du kannst sie einfach selber anbauen, um sowohl das umweltfreundlichere Produkt zu erhalten als auch den ein oder anderen Euro zu sparen. Alternativ kannst Du auch auf regionale Produkte wie Blaubeeren, Johannisbeeren oder Hagebutten zurückgreifen. Sie alle wachsen in Deutschland, enthalten ebenfalls wertvolle Antioxidantien und Nährstoffe wie zum Beispiel viel Vitamin C und sind zudem deutlich günstiger.