Superfoods

Detox mit diesen 3 Kräutern & Wildpflanzen

Diese 3 Kräuter und Wildpflanzen sind perfekt, um Deinen Körper zu entgiften. Du findest sie in der Natur oder kannst sie selbst anbauen.

Bärlauch wächst wild zwischen April und Mai und kann auch im Garten angepflanzt werden.
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Entschlacken, entgiften, fasten, Kur, Detox... Für die Reinigung Deines Organismus gibt es viele Begriffe und sie alle meinen dasselbe. Jeden Tag wird Dein Körper verschiedenen Schadstoffen ausgesetzt, sei es aus der Luft, aus der Kosmetik oder aus der Nahrung. Auch Fleischkonsum kann zu einer erhöhten Giftstoffaufnahme im Körper führen, da es häufig Antibiotikareste enthält. Die Giftstoffe können sich in den Organen ablagern, die Darmgesundheit beeinträchtigen oder die Nieren schädigen.

Im Rahmen unserer Vetox-Ernährung wollen wir Dir aufzeigen, wie Du Dich gesund ernährst und die Aufnahme von Giftstoffen über die Nahrung reduzierst. Unser VETOX-Konzept sieht fünf vegetarische Tage in der Woche und zwei vegane Detox-Tage pro Woche vor. An diesen Detox-Tagen nimmst Du keine tierischen Lebensmittel zu Dir, sondern entgiftest Deinen Körper über die pflanzliche Ernährung. Wir haben in unserer Rezept-Datenbank viele super leckere Rezepte für Dich, die perfekt für die veganen Tage sind. Schau doch gerne mal rein und probiere zum Beispiel unsere Detox-Karottensuppe oder unseren Detox-Quinoa-Salat.

Da mit der VETOX-Ernährung jede Woche Detox auf Deinem Programm steht, entfällt der Bedarf für zusätzliche Entgiftungskuren. Mit einigen Lebensmitteln kannst Du diesen wöchentlichen Detox noch unterstützen.

So gelten Wildkräuter als tolle Variante, abseits der üblichen Lebensmittel etwas auszuprobieren. Sie machen sich gut in zahlreichen Gerichten, funktionieren zum Teil aber auch pur als Tee oder im Smoothie bzw. in Säften.

Schließlich wächst in der Natur so viel von dem was wir Menschen brauchen und uns in diesem Fall auch ganz unproblematisch zunutze machen können. Frühlings- und Sommerzeit ist Wildkräuterzeit und die Pflanzen, Heilkräuter und Wildkräuter sprießen nur so auf den Wiesen. Wir zeigen Dir auf, wie Du Wildkräuter für Dich und Deine Ernährung nutzen kannst und haben uns 6 beliebte Wildpflanzen rausgepickt, die wir Dir nun näher vorstellen.

Detox: Mit diesen 3 Kräutern und Wildpflanzen sorgst Du für Entgiftung

1. Brennnessel 

Brennnesseln wachsen an vielen Stellen im öffentlichen Raum, darunter:

  • Waldränder
  • Parkanlagen
  • Fluss- oder Teichufer

Achtung: Wilde Tiere können die Brennnesseln verunreinigen. Auch Hunde, die sich für ihr Geschäft in die Büsche schlagen, können Ausscheidungen auf wilden Kräutern hinterlassen. Vor dem Pflücken solltest Du den Ort daher gründlich inspizieren.

Brennnesseln mögen feuchte Orte, die im Halbschatten liegen und wuchern von April bis November regelrecht. Die beste Erntezeit für Brennnesseln ist zwischen April und Juni. Dann sind die Blätter kräftig und haben wenig Fasern.

Diesen Effekt haben Brennnesseln auf Deine Gesundheit

Die Wirkung der Brennnessel ist vielfältig. So hat beispielsweise eine Studie an Arthrithis-Patienten schon im Jahr 1997 ergeben, dass Brennnesseln entzündungshemmend wirken. Die Brennnessel

  • regt den Stoffwechsel an,
  • reinigt das Blut,
  • regt die Nieren an und steigert die Harnmenge, wodurch die Ausscheidung von Giftstoffen unterstützt wird, 
  • hilft bei Schuppen,
  • bekämpft Frühjahrsmüdigkeit,
  • hilft bei Durchfall und Magenproblemen,
  • lindert Menstruationsbeschwerden,
  • reguliert hohen Blutdruck und
  • enthält viele wertvolle Mineralstoffe wie zum Beispiel Eisen und Kalium.

Gepflückt werden Brennnesseln am besten mit Handschuhen und einer Schere. Andernfalls wird es aufgrund der Brennhaare an den Blättern schmerzhaft.

Tipp: Wasche sie gründlich bevor Du die Brennnessel verarbeitest, um eventuelle Verunreinigungen wie z.B. Straßenstaub abzuspülen. Für die leichtere Aufbewahrung empfiehlt es sich, die Brennnesseln in Streifen zu schneiden und trocknen zu lassen.

So kochst Du ganz einfach Deinen eigenen Brennnesseltee

Ganz easy und leicht profitierst Du von der Wirkung der Brennnessel, wenn Du daraus einen Tee kochst. Besonders bei Blasenentzündungen hilft er Dir, aber auch ohne konkreten Anlass liefert Dir Brennnesseltee viele wertvolle Inhaltsstoffe.

Gieße dafür einfach einen Esslöffel in Streifen geschnittene Brennnesseln mit einem viertel Liter heißem Wasser auf und lass den Tee für 10 Minuten ziehen.

Auch in Smoothies oder als Saft machen Brennnesseln eine gute Figur. Für einen Brennnessel-Smoothie gibst Du einfach eine Handvoll frische Brennnessel-Blätter zu dem Smoothie, den Du Dir eh gerade machst, z.B. unseren grünen Power-Smoothie! Vor „Verbrennungen“ durch die Brennhaare musst Du keine Angst haben, durch das Pürieren brechen sie ab und verlieren ihre Wirkung. Als Ersatz für Spinat kannst Du Brennnesseln ebenfalls gut in der Küche verwenden.

Rezept: Brennnessel-Rahmspinat mit Ei

Dieses schnelle Mittagessen ist richtiges Soul Food und liefert dabei viele wertvolle Nährstoffe.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 400 g Brennnesseln
  • 1 Schalotte
  • 100 ml Sojasahne
  • 1 Schuss Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: Ziehe eine Schalotte ab, die Du anschließend fein hackst und in einen Topf gibst, in der Du bereits etwas Öl heiß gemacht hast. Schneide die Brennnesseln in schmale Streifen und gib sie dann zu den angeschwitzten Zwiebeln hinzu. Würze alles mit Salz und Pfeffer und lass die Brennnesseln für 10 Minuten andünsten. Währenddessen kannst Du zwei Eier wachsweich kochen, also für 6 Minuten, wenn sie aus dem Kühlschrank kommen. Gib nach den 10 Minuten die Sojasahne zu den Brennnesseln hinzu und püriere dann alles gut durch. Fertig ist Dein schnelles und super gesundes Mittagessen. Lässt Du das Ei weg, ist es übrigens auch vegan.

Benötigte Utensilien: 2 Töpfe, Schneidebrett, Messer, Pürierstab.

Tipp: Du kannst Brennnesseln auch gut einfrieren, um auch außerhalb der Saison von diesem kostenlosen Super-Kraut zu profitieren. Zupfe dafür am Besten (ebenfalls mit Handschuhen) die Blätter von den Stielen und gib sie in einen großen Gefrierbeutel oder in eine Dose. Nach dem Gefrieren ist die brennende Wirkung der Härchen auf den Blättern außer Gefecht gesetzt und Du brauchst dann keine Handschuhe mehr, wenn Du die Brennnesseln wieder aus dem Eisfach holst.

2. Löwenzahn

Er blüht gelb und wächst zwischen April und September wild auf Wiesen fast überall auf der Nordhalbkugel. Während er in Frankreich regelrecht als Delikatesse gilt, steht er hier nur selten auf dem Speiseplan. Du kannst das ändern und von der super gesunden Wirkung des Löwenzahns profitieren! Außerdem kannst Du ihn selber pflücken und musst somit keinen Cent für dieses tolle Wildkraut bezahlen.

So wirkt Löwenzahn auf Deinen Körper

Löwenzahn ist eine weitere Wildpflanze, die Deinen Körper bei der Entgiftung unterstützen kann. Er ist:

  • verdauungsfördernd,
  • harntreibend,
  • spült die Nieren,
  • regt den Appetit an,
  • regt den Stoffwechsel an,
  • regt die Produktion von Verdauungssäften an,
  • fördert die Fettverbrennung und
  • verfeinert das Hautbild.

Verschiedene Studien von 2008 und 2011 haben sogar ergeben, dass Löwenzahn die Anzahl von Brustkrebs- und Prostatakrebszellen verringern kann. Gleiches gilt für Leukämie- sowie Hautkrebszellen. Publiziert wurden diese Studien im International Journal of Oncology und im Journal of Ethnopharmacology.

Du kannst Löwenzahn als Tee, in Salaten, als Dip oder als Pesto verzehren und so von seiner entgiftenden Wirkung profitieren. Auch ihn kannst Du genau wie Spinat oder Brennnesseln andünsten und verarbeiten. Er schmeckt leicht nussig, ist etwas bitter und sehr aromatisch. 

Diese Nährstoffe sind im Löwenzahn enthalten

Sein Vitamin C-Gehalt ist höher als der von Zitronen, die nur 53 Milligramm auf 100 Gramm aufweisen können. Die leicht harntreibende und abführende Wirkung kommt durch das enthaltene Kalium, wodurch sich Löwenzahn perfekt bei Blasenbeschwerden oder einem trägen Stoffwechsel eignet.

Löwenzahn ernten und verarbeiten: Das musst Du beachten

Wilden Löwenzahn solltest Du am besten im März oder April ernten, bevor er seine charakteristischen gelben Blüten entwickelt. Achte darauf den Löwenzahn nicht nah an vielbefahrenen Straßen zu ernten, da er dann mit Schadstoffen durch die Abgase belastet sein kann.

Tipp: Löwenzahn kannst Du nicht so gut einfrieren wie Brennnesseln, er wird matschig. Trockne ihn besser, wofür Du die zusammengebundenen Löwenzahnbündel kopfüber an einem trockenen, schattigen Ort aufhängen kannst. Auch ein Dörrgerät eignet sich dafür - Temperaturen um die 30 Grad sind optimal.

3. Bärlauch

Bärlauch ist eines der beliebtesten Wildkräuter, bzw. Heilkräuter und schmeckt ähnlich wie Knoblauch, allerdings ohne, dass Du selbst oder das gesamte Umfeld am nächsten Tag noch etwas davon riecht. Er wächst wild zwischen April und Mai und kann auch im Garten angepflanzt werden. Er enthält unter anderem diese Nährstoffe:

Neben diesen Stoffen enthält Bärlauch auch Allicin, das eine antibakterielle Wirkung hat. Bärlauch

  • kurbelt die Produktion der Verdauungssäfte im Magen an,
  • fördert die Verdauung im Darm
  • und unterstützt Deine Leber, Galle und Nieren dabei, schädliche Stoffe auszuscheiden. Dadurch fühlst Du Dich fitter und Deine Haut wirkt reiner.

Auch gegen Gefäßverkalkungen hilft Bärlauch.

Suppen, Salate, Dips oder Pesto lassen sich mit Bärlauch super easy herstellen - Rezepte gibt es unzählige. Wie wäre es zum Beispiel mit einer veganen Bärlauch-Suppe?

Rezept: Vegane Bärlauchsuppe

Diese leckere Bärlauch-Suppe schmeckt nach Frühling und ist zu 100 % vegan – YEAH! Du kannst sie also im Rahmen unserer Vetox-Ernährung auch an den Detox-Tagen essen und von der Wirkung des Bärlauch profitieren. 

Zutaten für 2 Portionen:

  • 60 g Bärlauch
  • 2 Kartoffeln
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 Schalotte
  • 100 ml Sojasahne
  • 1 EL Pflanzenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: Schäle die Schalotte und hacke sie in grobe Würfel. Erhitze dann das Öl in einem Topf, schwitze die Zwiebel solange an, bis sie glasig ist und lösche sie dann mit Gemüsebrühe ab. Anschließend musst Du die geschälten Kartoffeln in grobe Würfel schneiden und 15 bis 20 Minuten lang in der Brühe kochen lassen, bis sie gar sind. Hacke dann den Bärlauch, gib ihn hinzu und lasse dann alles für 5 Minuten köcheln. Püriere dann alles mit einem Pürierstab, gib die Sojasahne hinzu und würze dann mit Salz und Pfeffer so wie Du es gerne magst.

Benötigte Utensilien: Topf, Pürierstab, Schneidebrett, Messer, Sparschäler

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Bärlauch selber anpflanzen: Das musst Du beachten

Um Bärlauch zu Hause anzupflanzen, solltest Du ein Plätzchen wählen, das weder den ganzen Tag in der Sonne liegt, noch dauerhaft im Schatten ist. Der Boden sollte nährstoffreich sein, was Du durch die Hinzugabe von Kompost erreichen kannst. Am besten bringst Du die Bärlauch-Zwiebeln im Herbst in die Erde, dann kannst Du im nächsten Frühjahr ernten. Wichtig ist, dass Du die Erde konstant feucht hältst. Auch im Topf kannst Du Bärlauch gut ziehen, falls Du keinen eigenen Garten hast.

Weitere Kräuter und Wildpflanzen, die sich gut in der Küche machen

Rosmarin

zügelt Deinen Appetit und kann Dir somit beim Abnehmen helfen. Außerdem hat er eine belebende Wirkung. Wenn Du gelegentlich mit Müdigkeit oder Kreislaufproblemen zu kämpfen hast, kann Dich Rosmarin auf natürliche Weise beleben. Zudem kurbelt er die Verbrennung des Körpers an und lindert Verdauungsbeschwerden im Darm, wie zum Beispiel Blähungen.

Mit heißem Wasser aufgekocht entfaltet er seine entgiftende Wirkung - alternativ schmeckt er natürlich auch köstlich in vielen mediterranen Gerichten. Am besten verwendest Du dafür frischen Rosmarin, er hat den maximalen Wirkstoffgehalt und darüber hinaus mehr Aroma als getrockneter Rosmarin. Du kannst ihn selber im Garten anpflanzen, entweder aus Samen gezüchtet oder aus Stecklingen. Die zweite Variante ist deutlich einfacher, dafür brauchst Du einfach nur Zugang zu einem Rosmarin-Strauch, von dem Du Dir dann junge Triebe abschneidest und diese in einem Topf mit einem Sand-Erde-Gemisch einpflanzt.

Giersch

Giersch ist eine essbare Pflanze mit einen hohen Vitamin C Gehalt. Er enthält die vierfache Menge des Vitamins wie in Zitronen. Darüber hinaus hat Giersch viele Gerbstoffe, die den Körper entsäuern. Das Bindegewebe wird durch Giersch gestärkt und der Stoffwechsel angekurbelt. Umschläge mit Giersch helfen gegen:

  • Gicht 
  • Rheuma

Giersch wächst fast überall in Mitteleuropa zwischen April und September und wird von vielen Gartenbesitzern als Unkraut gehasst. Wer aber einmal seine Super-Wirkung erkannt hat, kann ihn künftig verzehren anstatt ihn einfach zu entsorgen. Ob in Tee, als Zugabe für grüne Smoothies oder als Ersatz für Spinat kannst Du ihn an vielen Stellen in der Küche zum Einsatz kommen lassen. 

Gänseblümchen

Gänseblümchen sehen nicht nur hübsch aus, sondern haben auch eine äußerst gesundheitsfördernde Wirkung. Sie sind:

  • entzündungshemmend,
  • blutreinigend,
  • schleimlösend und
  • stimmungsfördernd

Weiterhin können sie die Regelbeschwerden von Frauen lindern sowie das Hautbild verfeinern. Darüber hinaus sind die Wildkräuter, mit ihrem leicht nussigen Geschmack, wirklich lecker. Sie wachsen zwischen März und November und machen sich gut in Tees, Dips und in Salaten.

Fazit

Kräuter und essbare Wildpflanzen wie Löwenzahn, Bärlauch, Brennnesseln oder Giersch haben vielfältige positive Wirkungen. Sie unterstützen Deinen Körper beim Entgiften und können daher perfekt in die VETOX-Ernährung integriert werden. Diese sieht schließlich eh schon zwei Detox-Tage in der Woche vor, in die sich die Wildkräuter perfekt integrieren lassen.  

Sie entgiften verschiedene Organe, regen die Verdauung und den Stoffwechsel an und wirken sich fördernd auf die Gesundheit aus. Mit ihnen kannst Du Dich fitter fühlen, Krankheiten wie zum Beispiel Blasenentzündungen bekämpfen (Brennnnessel) und von einer reineren Haut profitieren (Löwenzahn). Brennnesseln wirken entzündungshemmend - Löwenzahn bekämpft sogar Krebszellen und Bärlauch hat eine antibakterielle Wirkung.

Sie schmecken in Smoothies, Salaten oder als Tee und das Beste an ihnen ist, dass sie in Deutschland und zum Teil einfach vor der Haustür wachsen. Selten ist etwas so leicht, so umweltfreundlich und so preiswert zugänglich wie Wildkräuter, die im Sommer einfach von den Wiesen gepflückt werden können. Du kannst sie auch trocknen oder einfrieren, um auch außerhalb der Saison mit ihnen kochen zu können.

Um die wilden Kräuter nicht mit giftigen oder unwirksamen Pflanzen zu verwechseln, schadet etwas Pflanzenkunde nicht, bevor Du losziehst, um sie zu sammeln. Einige Kräuter wie Rosmarin oder Bärlauch kannst Du aber auch einfach selber im Garten anpflanzen oder im Geschäft frisch kaufen. 

Du bist neugierig auf unsere VETOX Ernährung geworden? Dann schau Dir doch mal unser Kochbuch an, hier haben wir unsere besten Rezepte in einem 14 Tage Ernährungsplan für Dich zusammengestellt.