Superfoods

Kurkuma: Ein veganes Superfood oder doch nur Humbug?

Kurkuma enthält ätherische Öle und den antioxidativen Farbstoff Curcumin. In Kombination mit zahlreichen Nährstoffen gilt die asiatische Knolle als Superfood. Wir gehen dem Mythos auf die Spur!

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Wusstest Du, dass Kurkuma (Curcuma) früher auch "indischer Safran" genannt wurde? Es kann schließlich ähnlich wie Safran Speisen gelb färben, ist dabei aber viel günstiger. Neben Ingwer ist Kurkuma (Curcuma longa), das auch Gelbwurz oder Safranwurz genannt wird, ein weiterer gelber Superheld, das als Superfood gefeiert wird. So gibt es in vielen hippen Cafés jetzt „Goldene Milch“, also Milch mit Kurkuma und auch als fester Bestandteil des Speiseplans etabliert es sich bei immer mehr gesundheitsbewussten und vor allem vegan und vegetarisch lebenden Menschen – bei Dir bald hoffentlich auch! 

Kurkuma werden wundersame Kräfte nachgesagt, weshalb es auch in der Naturheilkunde eine wichtige Rolle spielt. Kurkuma stammt aus derselben Pflanzenfamilie wie Ingwer, zählt also zu den sogenannten Ingwergewächsen. Die Gelbwurz kommt ursprünglich aus Südasien und wird heute hauptsächlich in den Tropen angebaut. Kurkuma bzw. Curcuma kannst Du bei vielen Zipperlein wie zum Beispiel Erkältungen, Entzündungen oder Völlegefühl und Blähungen nehmen, es ist ein tolles Hausmittel.

Du kannst Kurkuma ganz easy als Gewürz in Deine Ernährung integrieren – die Knolle ist gesund und gibt Deinen Gerichten einen spannenden Twist.  

Inhaltsstoffe von Kurkuma: Wichtige Nährstoffe für Veganer und Vegetarier

Kurkuma enthält viele essenzielle Nährstoffe und Inhaltsstoffe, die Dein Körper bei einer vegetarischen, veganen oder VETOX-Ernährung besonders benötigt:

Die Kombination dieser Nährstoffe in Verbindung mit den Antioxidantien aus dem Farbstoff Curcumin machen Kurkuma zu einem handfesten Superfood. 

Die Wirkung von Kurkuma auf Deine Gesundheit

Der gelben Superknolle wird nachgesagt vor vielen Krankheiten zu schützen und auch bei akuten Erkrankungen Linderung zu verschaffen.

So wird teilweise in einer Studie der Universität von Texas auch behauptet, dass Du Kurkuma für Deine Gesundheit einsetzen kannst:

  • Der enthaltene gelbe Farbstoff Curcumin besitzt laut einer Studie der Universität von Texas besondere Kräfte. Die Studie beschreibt die krebshemmenden Eigenschaften des Curcumin, sodass sich Krebszellen durch den Farbstoff nicht weiter ausbreiten.
  • Der Entstehung von Alzheimer kann Kurkuma vorbeugen, in dem die Ablagerung von Eiweißkomplexen im Gehirn verhindert wird.
  • Kurkuma wirkt entzündungshemmend und kann auch äußerlich angewendet werden.

Tipp: 
So wendest Du Kurkuma richtig auf der Haut an:
Einfach 1 TL Joghurt oder Milch, 1 TL Honig und 1 TL Kurkumapulver vermengen und auftragen. 
Mit heißem Wasser aufgekocht kannst Du frisches Kurkuma auch als Mundspülung einsetzen und so Zahnfleischentzündungen behandeln. 

  • Kurkuma wirkt antioxidativ, schützt Deine Zellen vor freien Radikalen und wirkt so als echte Anti-Aging-Maßnahme. 
  • Die Knolle kurbelt die Durchblutung an und wird in der ayurvedischen Medizin auch als beliebtes Heilmittel bei grippalen Infekten eingesetzt. Du kannst dafür entweder frisches Kurkuma mit heißem Wasser aufkochen oder eine goldene Milch trinken, für die Du einen Esslöffel Kurkumapulver in 300 Milliliter Milch oder pflanzlicher Milch auflöst.
  • In wissenschaftlichen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass der Stoff Curcumin genauso wirkungsvoll gegen Entzündungen hilft wie übliche Medikamente (z.B. Ibuprofen oder Aspirin).
  • Kurkuma hilft gegen Völlegefühl und Blähungen, da es die Verdauung und den Stoffwechsel anregt.
  • In Indien kommt Kurkuma auch bei Schlafstörungen und innerer Unruhe zum Einsatz. 
  • Kurkuma kann aufgrund seiner antioxidativen Pflanzenstoffe den Blutdruck senken und den Cholesterinspiegel regulieren. Das kann den Körper vor einem Herzinfarkt schützen.
  • Sogar vor Diabetes soll Kurkuma Dich bewahren.

Was ist dran an der Super-Wirkung des Superfoods Kurkuma?

Im Journal of Medical Chemistry wurde dargelegt, dass die Wirkung von Kurkuma zum Teil überschätzt wird. Einzelne Forscher stehen der Wunderkraft der Knolle auch kritisch gegenüber und sagen, dass sie überhöht sei. So sind viele Forschungsergebnisse im Reagenzglas entstanden und weniger am Menschen selbst.

Dennoch gibt es zahlreiche Indizien, laut derer Kurkuma gesund ist und auch unabhängig davon, wie medizinisch die Knolle tatsächlich wirkt, hat sie viele gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Aus diesen 3 guten Gründen solltest Du täglich zu Kurkuma greifen

Wir empfehlen dir pro Tag 1,5 bis 3 Gramm frisches Kurkuma zu Dir zu nehmen (als Tee aufgegossen oder als Gewürz in leckere Gerichte eingearbeitet) oder 1 bis 3 Gramm Kurkumapulver. Dieses macht sich gut in goldener Milch, die Du als Kaffeeersatz morgens oder nachmittags trinken kannst:

  1. Schon allein die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe machen Kurkuma zu einem wertvollen Lebensmittel. 
  2. Dank des enthaltenen Farbstoffes Cucurmin kannst Du Krankheiten sowohl präventiv als auch akut behandeln.
  3. Die antioxidative Wirkung macht Kurkuma als Wirkstoff zu einem Top-Anti-Aging-Mittel und sorgt bei Dir für pralle, rosige Haut – ganz natürlich und ohne Chemie.

Zubereitungstipps: So nimmt Dein Körper Kurkuma am besten auf

Für die beste Bioverfügbarkeit nimmst Du Kurkuma am besten immer mit etwas Öl oder anderen Fetten und schwarzem Pfeffer zu Dir, da der Stoff kaum wasserlöslich ist. In asiatischen Gerichten, Currys oder Suppen ist das problemlos möglich. Einigen Gewürzmischungen mit Kurkuma ist sogar bereits Piperin zugesetzt, dieser Stoff ist im Pfeffer enthalten.

Von der frisch gehackten Wurzel solltest Du nicht mehr als 3 Gramm pro Tag verzehren, gleiches gilt für Kurkuma-Pulver. 

Wer zu viel Kurkuma zu sich nimmt, kann möglicherweise unter unerwünschten Nebenwirkungen leiden:

  • Blähungen
  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen

Dies kann daran liegen, dass Kurkuma den Stoffwechsel und die Magensäfte anregt.

Achtung! Bei einer Überdosierung kann die positive Wirkung also ins Gegenteil umschlagen und der Verdauungstrakt überreizt werden. Wenn Du Dir also Kurkuma-Kapseln in der Apotheke kaufst, um die Inhaltsstoffe hochdosiert zu Dir zu nehmen, musst Du damit rechnen diese eventuell nicht zu vertragen. Lass Dich von Deinem Arzt oder Apotheker beraten, was die Dosierung von Kurkuma angeht. Falls Du zum Beispiel unter Gallensteinen leidest, solltest Du auf Kurkuma eher verzichten. 

Kurkuma kaufen: Das solltest Du beachten

Wenn Du Kurkuma kaufst, greif zu Bio-Ware. Nur so gehst Du sicher, gute Qualität zu bekommen. Kurkuma ist recht günstig - 100 Gramm kosten zwischen 2 und 5 Euro. Da Du es in der Regel sparsam einsetzt, da der Geschmack sonst zu intensiv wird, kommst Du mit 100 Gramm lange aus.

Kurkuma gibt es in Supermärkten, Reformhäusern und Online zu kaufen. Du kannst es sowohl in Smoothies mixen, als auch in herzhafte Speisen geben.

Tipp: Sei bloß vorsichtig mit Deiner Kleidung, wenn Du mit Kurkuma kochst, da Du die gelben Flecken durch das Curcumin nicht wieder herausbekommst. 

Kurkuma: Wirkung, Verwendung und Besonderheiten

Kurkuma hat eine tiefgelbe Farbe und dient nicht nur als Würz-, sondern auch als Farbstoff. Curcumin heißt der Farbstoff, der der Knolle ihre intensive Farbe verleiht. So wird Curcumin in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, um Lebensmittel natürlich gelb zu färben, darunter wird zum Beispiel Senf oder Margarine mit Curcumin gefärbt (Farbstoff E100). Damit nicht genug! Curcumin hat eine antioxidative Wirkung, wodurch die Pflanze auch gesundheitsfördernd wirkt und zum Beispiel Deine Zellen schützt oder bei Erkältungen hilft.

Die unterirdischen Triebe der Pflanze sind der Teil, der verzehrt wird. Er wird getrocknet und dann gemahlen und gelangt dann so in den Handel. Kurkuma kann bei uns als Knolle, Pulver oder als Extrakt gekauft werden, das einen würzigen, leicht erdigen Geschmack hat und viele ätherische Öle enthält. Diese Öle sind es, die Kurkuma so besonders machen und der Knolle zu ihrer antientzündlichen Wirkung verhelfen. In Thailand zum Beispiel wird Kurkuma überwiegend im Ganzen verkauft - es kann als Teil der Familie der Ingwergewächse dann genauso wie Ingwer verarbeitet werden. 

Fazit

Kurkuma ist ein spannendes Lebensmittel und kann in vielen Gerichten zum Einsatz kommen - sowohl um sie zu färben, als auch als Gewürz. Darüber hinaus hat Kurkuma für Dich eine gesundheitsfördernde Wirkung, die entzündungshemmend ist, sich auf Deinen Magen-Darm-Trakt auswirkt und die Durchblutung ankurbeln kann. Weiterhin wird Kurkuma als Wirkstoff nachgesagt, Krebs und Alzheimer vorbeugen zu können - viele Tests wurden aber leider nicht am Menschen, sondern im Reagenzglas durchgeführt.

Im Rahmen einer schulmedizinischen Behandlung spielt Kurkuma in Deutschland bisher keine Rolle, in der Naturheilkunde hingegen schon. Kurkuma solltest Du jedoch nicht überdosieren, da der Verdauungstrakt sonst überreizt werden könnte. Kaufe am besten Bio-Kurkuma, um eine hohe Qualität zu erreichen und teste aus, wie gut Dein Körper auf die Gelbwurzel reagiert. Du kannst ihn ruhig täglich als Gewürz zu dir nehmen - so profitierst Du am besten von seiner gesundheitsfördernden Wirkung.